Nicola Berger Nicola Berger

DIE STIMME ALS DAS SPRACHINSTRUMENT DES MENSCHEN

 Ein wahrnehmbares und gutes Gefühl für die zuvor beschriebenen feinen STIMMSCHWINGUNGEN bekommt man, wenn man einmal einen Ton ansummt und sich dabei ganz leicht die Fingerkuppen auf den Kehlkopf auflegt. Das feine Kribbeln und Vibrieren, das man dabei in den Fingerspitzen spürt, hört sofort auf, wenn man das Summen beendet, die Finger aber beim tonlosen Weiteratmen dort liegen lässt.

Dabei merkt man dann ganz deutlich die STIMMSCHWINGUNG, die aber erst durch das Summen oder Singen von Tönen oder aber durch die tonhafte Artikulation von SPRACHE ausgelöst und erreicht wird. Die STIMME ist also DAS INSTRUMENT des Menschen, dessen Tonschwingungen die SPRACHE durchdringen und hörbar machen. Und genau wie jeder Musizierende sein Musikinstrument in seiner ganz eigenen und sehr persönlichen Art anstreicht oder anschlägt, so bringt auch jeder Mensch seine STIMME durch seine ganz eigene und persönliche Art zu ATMEN, zum Schwingen und damit dann zum Klingen.

Ein Musikinstrument, dessen Saiten nicht in einer bestimmten und guten GRUNDSPANNUNG sind, kann keine wohlklingenden Tonschwingungen hervorbringen. Sind seine Saiten ZU STARK gespannt, klingt sein Ton fest, hart und stählern und eine Saite kann beim Anspielen sehr leicht anreißen. Ist die Saite jedoch ZU LOCKER gespannt, entsteht beim Musizieren keine gerade Tonlinie, sondern es können nur wellenartig und dadurch disharmonische, miteinander unkoordinierte Töne hervorgebracht werden.

So kommt es auch beim MENSCHLICHEN STIMMORGAN sehr darauf an, dass seine beiden STIMMBÄNDER durch eine natürliche und dadurch gesunde ATEMFUNKTION in eine für den MENSCHLICHEN STIMMKLANG optimal schwingungsfähige GRUNDSPANNUNG gebracht werden.

Nicola Berger · Kurwickstr. 14-15 · 26122 Oldenburg